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Namensauflösung verwalten: lokalen Hostnamen festlegen, /etc/hosts konfigurieren, Verwendung eines vorhandenen DNS-Servers konfigurieren

2010/12/26 Kommentare aus

Setzen des Hostnamens

Der Hostname wird in /etc/sysconfig/network und /etc/hosts gespeichert.

/etc/sysconfig/network

NETWORKING=YES
HOSTNAME=alice.example.com

/etc/hosts

10.1.5.211      alice.example.com       alice
127.0.0.1       localhost.localdomain   localhost
::1             alice.example.com  alice  localhost6.localdomain6  localhost6

Der Befehl hostname gibt den aktuell gesetzen Hostnamen aus bzw. setzt diesen:

hostname                     # zeigt aktuell gesetzten Hostnamen an
hostname alice.example.com   # Hostname auf alice.example.com setzen

Diese Einstellung geht nach einem Neustart verloren, falls der Hostname nicht in /etc/sysconfig/network gesetzt wird!

Verwendung eines bestehenden DNS-Servers

Welcher DNS-Server verwendet wird, wird in /etc/resolv.conf festgelegt:

search example.com
nameserver 10.11.12.13
nameserver 10.11.12.14

Wenn eine DNS-Auflösung fehlschlägt wird der Wert, der nach „search“ (auch möglich: domain) angegeben ist an den Hostnamen angehängt und ein erneuter Versuch gestartet. Die Einträge für Nameserver werden bei einer DNS-Auflösung der Reihe nach abgefragt.

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Probleme bei der Host-Namensauflösung diagnostizieren und beheben

2010/12/26 Kommentare aus

/etc/resolv.conf

In dieser Datei sind die zu verwendenden DNS-Server und das Domain-Suffix abgelegt.

Möglich sind die Einträge

search        example.com
nameserver    10.1.2.3
nameserver    10.1.2.4

Es werden die DNS-Server 10.1.2.3 und 10.1.2.4 zur Namensauflösung verwendet. example.com wird an den Hostnamen angehängt, falls kein vollqualifizierter Domainname (z.B. server1.example.com) angegeben wird.

/etc/host.conf

Die Konfigurationsdatei /etc/host.conf  enthält die Konfiguration für die Resolver Bibliothek.

Standardmäßig sind nur zwei Einträge enthalten:

multi on
order hosts,bind

multi -> mögliche Werte sind „on“ oder „off“. Wenn eingeschaltet werden alle gültigen Adressen für einen Host zurückgeliefert, die in /etc/hosts enthalten sind anstatt nur den ersten. Bei Systemen mit einer sehr großen hosts Datei ist es empfehlenswert diesen Wert auf „off“ zu setzen.

order -> dieses Schlüsselwort legt fest wie und in welcher Reihenfolge Host lookups ausgeführt werden. Gültige Einträge sind bind, hosts und nis.Mit hosts ist die Datei /etc/hosts gemeint, bind befragt den DNS Server, nis einen NIS Server.

/etc/hosts

Tabelle für statische Namensauflösung. Einträge in dieser Datei sind in der Form

IP-Adresse         hostname           [aliases]

Die Felder sind durch eine beliebige Anzahl an Leerzeichen oder Tabulatoren voneinander getrennt. Hostnamen dürfen nur alphanumerische, Minus-Zeichen (-) und Punkte (.) enthalten und müssen mit einem Buchstaben beginnen und einem alphanumerischen Zeichen enden. Änderungen in dieser Datei werden normalerweise sofort übernommen, sofern sie nicht von Anwendungen in einem cache abgelegt worden sind.

/etc/nsswitch.conf

System Datenbanken und Name Service Switch Konfiguration. Diese Datei enthält Informationen wie und in welcher Reihenfolge Systemdatenbanken abgefragt werden.

passwd:              files
shadow:              files
group:               files
hosts:               files,dns

Hier würden also die lokalen Dateien /etc/passwd, /etc/shadow und /etc/group befragt. Für die Namensauflösung wird erst die Datei /etc/hosts und danach der DNS Server befragt.

Valide Werte sind

nisplus               NIS version 3
nis                   version 2, YP
dns                   domain name service
files                 lokale Dateien verwenden
db                    lokale Datenbank (.db) Dateien verwenden
compat                NIS im kompatiblen Modus verwenden
hesiod                Hesiod für Benutzer lookups verwenden
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